Mythos Mikrowelle | Was stimmt wirklich?

ANZEIGE | Der folgende Text dient der neutralen Information und allgemeinen Weiterbildung. Es handelt sich weder um eine medizinische Anweisung noch ersetzt der Inhalt einen medizinischen Rat.


Hallo liebe Qommunity,

egal ob zu Hause oder auf der Arbeit, wer schnell etwas Warmes auf den Tisch zaubern will, der nutzt die Mikrowelle. Sie ist einfach zu bedienen, kann während der Essenszubereitung allein gelassen werden und gibt dir mit einem „Bing“ Bescheid, sobald die Mahlzeit fertig ist. Es ist daher nicht verwunderlich, dass es Nahrungsmittel und Rezepte speziell für die Mikrowelle gibt. Die Mikrowelle ist ein praktischer Alltagshelfer und aus der Küche nicht mehr wegzudenken.

Aber gibt es vielleicht einen Haken? Bestehen gesundheitliche Risiken? Kommt es zu geschmacklichen Einbußen?

Immer mehr Mythen ranken sich um den kleinen Garapparat. Wir sind der Sache auf den Grund gegangen und haben für euch die fünf größten Mythen zusammengetragen und aufgeklärt.

Wieso wird das Essen in der Mikrowelle warm?

In der Mikrowelle befindet sich eine Elektroröhre, die Strom in magnetische Wellen umwandelt. Der sogenannte „Wellenrührer” verteilt die erzeugten Mikrowellen im Garraum. Die Wände reflektieren die Wellen, sodass sie von allen Seiten in das Lebensmittel eindringen. Die im Essen enthaltenen Wassermoleküle werden in Schwingung gebracht. Durch die Reibung der Moleküle aneinander wird Wärme erzeugt und das Lebensmittel erhitzt.

Mythos Nr. 1: Mikrowellen machen Vitamine kaputt.

Laut dem Deutschen Institut für Ernährungsforschung (DIfE) werden beim Erhitzen in der Mikrowelle nicht mehr Vitamine oder andere Inhaltsstoffe zerstört als auf der Herdplatte oder im Ofen. Die elektromagnetische Strahlung verändert Nahrung, Nährstoffe und Moleküle nicht direkt, sondern durch die Wärme, die wie beim Kochen und Backen auch entsteht.
Die Zubereitung in der Mikrowelle ist oft sogar vitamin- und nährstoffschonender als im Ofen oder auf dem Herd. Vitamine sind wasserlöslich. Je mehr Wasser beim Kochen verwendet wird, desto mehr Vitamine können verloren gehen. Beim Garen in der Mikrowelle wird im Vergleich deutlich weniger Wasser verwendet, weshalb die Mikrowelle eine gute Alternative zum Herd sein kann. Wichtig ist, egal ob Mikrowelle oder Herd, das Essen nicht “tot” zu kochen und weiterhin darauf zu achten, eine angemessene Menge an Obst und Gemüse zu konsumieren.

Mythos Nr. 2: Mikrowellenstrahlen schädigen die Gesundheit.

Mikrowellengeräte arbeiten mit Mikrowellenstrahlung bei einer Frequenz von 2,45 Gigahertz und einer Leistung von bis zu 1300 Watt. Dass sie „strahlen“ ist eine etwas irreführende Formulierung. Denn Mikrowellen sind durch ihr Gehäuse nach außen gut abgeschirmt. Sobald das Gerät geöffnet wird, schaltet es sich zudem automatisch ab. Was an elektromagnetischer Strahlung nach außen dringt, liegt Messungen des Bundesamtes für Strahlenschutz (BfS) zufolge bei einem Prozent des gesetzlichen Grenzwerts. Mit zunehmendem Abstand vom Gerät nimmt die Strahlung ab. Das BfS empfiehlt grundsätzlich eine „unnötige Belastung mit hochfrequenten Feldern“ zu vermeiden. Besonders Kinder sollten sich daher bei der Zubereitung von Speisen nicht in unmittelbarer Nähe des Geräts aufhalten.

Fakt: Wenn du dich vor Mikrowellenstrahlung fürchtest, solltest du auch deine Handynutzung kritisch hinterfragen.

Mythos Nr. 3: Die Nahrung ist nach dem Erwärmen „verstrahlt“.

Wer mit der Mikrowelle kocht, macht sich eine ganz spezielle Eigenschaft von hochfrequenten elektromagnetischen Feldern zunutze. Diese regen Wassermoleküle im Essen zu Bewegung an, wodurch dieses erhitzt wird. Von dieser Strahlung ist aber nach dem Erwärmen nichts in deinem Essen zu finden – anders als das etwa bei radioaktiver Strahlung der Fall wäre.

Ein echtes Risiko hingegen ist, dass Speisen ungleichmäßig erhitzt werden. Hier herrscht Verbrennungsgefahr! Vor allem Babykost sollte daher gut umgerührt und die Temperatur vor dem Füttern sorgfältig geprüft werden.

Mythos Nr. 4: Das Essen schmeckt nicht.

Elektromagnetische Strahlung verändert die Zusammensetzung des Essens nicht. Sie hat daher auch keine Auswirkungen auf den Geschmack. Allerdings lässt sich mit der Strahlung keine leckere Kruste erzielen, wie bei knusprig Gebratenem oder Gebackenem. Sofern das Gerät nicht mit zusätzlichen Grill- und Backfunktionen ausgestattet ist, muss für ein leckeres Gratin weiterhin der Backofen ran. Fleisch und Fisch lassen sich in kleinen Mengen problemlos garen, ihnen fehlt aber das beliebte Röstaroma, weshalb viele Menschen die Gerichte dann als fade empfinden. Eine Ausnahme ist Gemüse: Schonend gegart schmeckt es oftmals sogar intensiver und weniger wässrig, als das im Topf gekochte Gemüse.

Mythos Nr. 5: Mikrowellen sparen Energie.

Mikrowellen haben grundsätzlich den Vorteil , dass sie im Gegensatz zum Herd nicht auch noch die Platte und den Topf erwärmen müssen. Das minimiert Energieverluste. Bis zu einer Menge von etwa einem halben Kilogramm sind sie gegenüber Herd und Ofen bei Zeit- und Energieersparnis im Vorteil. Darüber ist es jedoch meist energieschonender, den Herd oder den Ofen zu verwenden.

Das waren unsere fünf größten Mythen zur Mikrowelle.

Was denkst DU über die Mikrowelle? Und kennst du noch weitere Mythen? Lass es uns in den Kommentaren wissen.

Falls du noch auf der Suche nach Ideen für drei süße und schnelle Gerichte aus der Mikrowelle bist, haben wir hier noch was für dich.

Mit besten Grüßen

Dein IQs Kitchen Team


Textquelle:

https://www.geo.de/wissen/gesundheit/21360-rtkl-mythen-check-fuenf-populaere-irrtuemer-ueber-die-mikrowelle#:~:text=Mikrowellen%20haben%20grunds%C3%A4tzlich%20den%20Vorteil,Energiesparer%2C%20denn%20die%20Menge%20macht’s

Bildquelle:

Bild von fabrikasimf auf Freepik: https://de.freepik.com/fotos-kostenlos/nahaufnahme-einer-frau-die-neue-mikrowelle-im-sb-warenhaus-ueberprueft_21132349.htm#query=Mikrowelle&position=1&from_view=search

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6 thoughts on “Mythos Mikrowelle | Was stimmt wirklich?

  1. Sascha sagt:

    Wie immer ein sehr lehrreicher Eintrag!

    Danke IQ Team 👍🔥💪

    1. Karin Weiler sagt:

      Hey Sascha!

      Vielen Dank für die Blumen 😉 Es freut uns sehr, dass dir der Artikel gefallen hat. Es kursieren einfach zuviele Mythen und da bedarf es an Aufklärung.

      Beste Grüße
      Karin vom IQs Kitchen Team

  2. Pinkpandabaer sagt:

    Sehr schöner Artikel. Ich würde keinesfalls auf meine (rosane 🤭) Mikrowelle verzichten wollen. Es erleichtert einfach vieles.
    Finde es sehr schade, dass mein Freund keine Mikrowelle hat und haben will.
    Schon alleine das aufwärmen von Mahlzeiten ist doch der Hammer.
    Geschweige denn von den Knusper Cookies 🤤 oder meinem morgendlichen Protein Haferflocken Schmaus.

    1. Karin Weiler sagt:

      Lieber Pinkpandabaer 😅

      da sind wir uns aber sowas von einig – ohne Mikrowelle, ohne uns 🫢. Hier auf dem Blog findest du auf jeden Fall eine Menge mikrowellentauglicher Rezeptideen. Wer weiß, vielleicht kannst du deinen Freund doch noch irgendwann überzeugen.

      Beste Grüße
      Karin vom IQs Kitchen Team

  3. Jessica sagt:

    Ohne Mikrowelle geht bei mir gar nichts mehr – die Qake Bowl, der Knusper Qookie, ach ich könnte noch so viel mehr aufzählen🤭💚
    Danke fürs aufklären🙏🏻

    1. Karin Weiler sagt:

      Liebe Jessica,

      willkommen im Mikrowellen-Team 😅. Dieses Gerät ist wirklich sehr praktisch und zeitsparend. Richtig angewendet kann man darin echt tolle Sachen machen.
      Weiterhin viel Spaß beim Mikrowellieren 😉.

      Beste Grüße
      Karin vom IQs Kitchen Team

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